Das Arbeiten schlaucht? Die Konzentration lässt nach? Der Kopf will nicht mehr? Der Körper braucht Energie! Normalerweise greife ich in so einem Moment beherzt in mein Schreibtischfach und verleibe mir einen Schokoriegel ein. Am liebsten Snickers, Kinder Bueno oder Toblerone. Schon beim Auspacken steigt meine Laune, beim Kauen ist sie auf dem Höhepunkt und beim Runterschlucken überlege ich meist, ob es gleich noch ein zweiter sein darf.
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Auf Zucker als kurzfristigen Energielieferanten verzichten

Seit 12 Tagen ernähre ich mich im Rahmen einer 22 Tagen Zuckerfrei-Challenge „unsüß“. Seither habe ich eine ganze Menge an meinem Körper beobachten können und dadurch über ihn, meine Gelüste und wahren Bedürfnisse gelernt. Und darüber, wie verbogen und manipuliert unsere Geschmäcker sind. 🙁

Denn was Zucker im Moment des kleinen Energiebedürfnisses so schmackhaft macht, steht an dieser Stelle nur stellvertretend für unser gesamtes Suchtverhalten, zu dem wir gesellschaftlich erzogen wurden. Wir sind so stark auf süß konditioniert und sowohl körperlich als mental an dieses Belohnungssystem gekoppelt, dass eine Alternative nicht nur ein wahres Umdenken im Alltag, sondern wahrlich einiger grundlegender Einstellungen zu sich und seinen Gewohnheiten bedarf.
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Bedürfnisse, Besinnung & Zufriedenheit.

Der Schokoriegel ist nichts anderes als ein „Abspeisen“ des Körpers. Gib ihm, wonach er verlangt, dann ist er ruhig. Aber nach was verlangt unser Körper da wirklich? Ist Erschöpfung nicht ein Zeichen dafür, dem Körper lieber einen Moment Ruhe zu gönnen, als ihn künstlich in einen Energierausch zu katapultieren? Was würde unser Körper uns sagen, wenn wir ihm einen Moment Ruhe erlauben würden?

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Stress, Anspannung und Abgeschlagenheit legen sich bei mir unmittelbar auf die Stimmung. Wenn ich mich mit Zucker nicht wieder künstlich aufpeppel, brauche ich dringendst einen anderweitigen Ausgleich im Alltag. Durch den Zuckerentzug der letzten Tage wurde ich als Bestandteil des Challenge-Paket mit Yoga Stunden gelotst. Insgesamt 3 Stück a 30 Minuten Bali Flow Yoga habe ich in den letzten 2 Wochen ausprobiert und ihr macht euch keine Vorstellung. Es ist ja nichts Neues, das es häufig besonders die kleinen Dinge im Leben sind, die für einen selbst Großes bedeuten. Aber was es mit dem eigenen Körper-Geist-Konstrukt anstellt, sich zu gegebener Zeit einfach einmal bewusst rauszunehmen aus dem eigenen Alltag, sich in sich zurückzuziehen und sich etwas deutlich besseres und nachhaltig gesünderes zu gönnen, als einen Schokoriegel…

Ich schaffe es bei weitem nicht jeden Tag. Aber ich sage euch, dass die Vorfreude darauf, sich wieder am Folgetag in dieser halben Stunde ganz auf sich besinnen zu können, so beschwingend ist, dass sie mehr Kraft und Halt für das Bevorstehende verleiht, als man denken mag.
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Yoga & Entspannung anstatt Zuckerpower

Ohne Zucker zu leben scheint mit auf Dauer eine unerfüllbare Herausforderung. Gesund zu leben, sich ausgewogen zu ernähren und auf unnötige Zuckerquellen weitestgehend zu verzichten, ist für mich jedoch durchaus greifbar. Und es hat ganz nebenbei den befreienden Effekt, dass man sich seine gesunden Ernährungspläne nicht mit Heißhungerattacken und ungezügelten Rückfällen zu Nichte macht.

In diesem Sinne: Namasté!

Hier gibt es noch mehr Tipps zum Thema Entspannung statt Zucker und wie man dies am besten im eigenen Alltag realisieren kann.

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Written by Adelina Horn
Verrückt nach Mädchenkram, Leipzig und dem World Wide Web. Was überzeugt, wird gebloggt. Mehr von mir auf oder meiner Website.