Nach Weihnachten müsste man eigentlich immer meinen, man hat es bald geschafft. Doch was dann kommt, ist zäher als Kaugummi. Der Januar mit seinen gefühlten 90 Tagen. Der Februar, mit seiner bittersüßen Tristess. Und dann endlich März. Doch irgendwie ist nicht einmal der mehr, was er einmal war. Also heißt es ausharren. Und eher Nächte als Tage zählen – denn von denen scheint es im Winter doppelt so viele zu geben.
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Einkuscheln und Ausharren

Für mich kommt die kalte Jahreszeit einem halbjährlichen Winterschlaf ziemlich gleich. Das Leben spielt sich drinnen ab. Wenn man es noch so nennen kann. Dafür schrumpft die Liste an vorgemerkten Buchempfehlungen und Filmtipps in dieser Zeitspanne rasant. Immerhin ein was Gutes! 🙂

Es ist ja nicht so, dass ich nicht gern auch draußen umherwandeln würde. Aber seit uns die Evolution das Winterfell abverlangt hat, befürchte ich als Frostbeule da einfach meiner Umgebung nicht mehr angepasst zu sein. Als dick eingemummelte Zwiebel verlasse ich morgens das Haus. Ein kleiner funken Tageslicht, bevor es auch schon wieder dunkel wird.


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Mein Alternativpelz gegen Erfrierungen

Das Lagen auf meinem Körper stapeln lähmt so ziemlich meine modische Experimentierlust. Das Einzige, was man immer von mir zu sehen bekommt, ist mein Wollmäntelchen von Esprit. Früher noch mit Wind- und Wetterjacken für die Hunderunde ausgestattet, schwöre ich jetzt auf die himmlischen Begleiter. Meinen Mantel gibt es leider nicht mehr, da er aus einer älteren Kollektion stammt. Aber ich habe mich mal umgesehen, was sie aktuell für Alternativen im petto haben.

Eine Auswahl aus der aktuellen Kollektion liste ich euch mal auf – was ist euer Lieblingsstück der aktuellen Linie?

Besonders liebe ich an den neuen Modellen, dass sie diese hohen und breiten Stehkrägen mitbringen. Denn es gibt kaum etwas lästigeres als am Hals reinpfeifenden Winter-Wind! Mit den XXL-Krägen kann man sich so richtig einmummeln. Ein bisschen was haben sie auch von einer Kapuze – nur eben deutlich eleganter. Und wenn ihr mich fragt, gelingt dieser Art von Mänteln der Spagat zwischen sportlich und schick beeindruckend gut. Je nachdem ob man sie mit Jeans und Chucks kombiniert oder mit Strumpfhose und höheren Schuhen lassen sie einen nie over- oder underdressed wirken. Und das liebe ich ja besonders: ein Lieblingsteil, so wandlungsfähig wie ich!

So von Kopf bis Fuß in Wolle eingewickelt, lässt es sich aushalten. Wollstrümpfe und einen dicken Schal drauf, et voilá! Aus diesem Grund präferiere ich übrigens auch Schnee zu dieser Jahreszeit anstelle von Regen – denn das ist der einzige Nachteil an meinem Lieblingsjäckchen. Aber Frau von Welt weiß sich zu helfen und steckt sicherheitshalber noch ein Schirmchen ein. Zumindest fühle ich mich wie aus einem alten Hollywoodstreifen, wenn ich da so unter meinem Schirmchen im Regen spaziere, auf den Bus warte und den Regen prasseln höre.

Wie macht ihr euch den Winter modisch-romantisch?

Written by Adelina Horn
Verrückt nach Mädchenkram, Leipzig und dem World Wide Web. Was überzeugt, wird gebloggt. Mehr von mir auf oder meiner Website.