Seit 4 Jahren bin ich sehr empfänglich für Ernährungsthemen. Nicht, dass ich alles ausprobiere und jedem Trend hinterher renne. Jedoch habe ich in den vergangenen Jahren versucht, eine für mich gesunde und nachhaltige Einkaufs- und Ernährungspraxis zu etablieren. Angefangen hat alles mit meiner Lust auf VEGAN. Die allerdings von meiner noch größeren Lust auf Käse untergebuttert wurde.

Fleisch findet seither nur sehr selten – vielleicht einmal pro Woche – und dann nur in ausgesuchter Qualität von meiner befreundeten Landfleischerei den Weg auf meinen Teller. Milchprodukte verzehre ich in Maßen: sprich dann, wenn mir mein Körper das Verlangen danach signalisiert und nicht aus schlichter Fresslust heraus.
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Gemüse, Obst & Vollkorn?

Frische Früchte und Getreide stehen dabei für gewöhnlich ganz oben auf meiner Nahrungsliste. Am liebsten regional und schonend zubereitet. Das fühlt sich für mich gesund, ausgewogen und richtig an. Dass ich eine kleine Naschkatze bin und auf Zucker noch nie so recht verzichten konnte, ist dahingehend noch das größte Laster, dem ich mich in einem Selbstversuch nun stellen wollte.

Die 22 Tage Zucker Detox Challenge gibt Anregungen dazu, wie man für satte 22 Tage seinen Körper vom Suchtprodukt Nummer 1 entgiftet. Ich war sofort Feuer und Flamme von der Idee, weil ich es schon lange vorhatte und vielleicht gerade auf diese Art von „Arschtritt“ von außen gewartet habe, mir meine Naschgewohnheiten vorzuknöpfen. Was also bedeutet das eigentlich – eine zuckerfreie Ernährung?
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Zuckerfrei Essen – Gar nicht so einfach!

Vegan zu essen habe ich mir schwer vorgestellt. War es nicht. Zuckerfrei zu essen habe ich mir leicht vorgestellt. Ist es aber nicht. Hui. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich im Vorfeld nicht wusste, was es bedeutet, auf Zucker zu verzichten. Das habe ich ganz ehrlich gesagt mal ganz faul an den Detox Ratgeber abgegeben und auf mich zukommen lassen. Als ich dann allerdings einmal mittendrin steckte und meine Vorbereitungsmail am Abend vor dem Start studierte, war ich mehr als baff.

Okay, ich wusste ich will auf Zucker verzichten. Was ich nicht wusste: Wo Zucker überall drin ist und was tatsächlich übrig bleibt, wenn man die zuckerhaltigen Lebensmittel von seiner Einkaufsliste streicht.

22 Tage Zucker Detox.

Ampellebensmittel zur leichteren Orientierung.

Der Plan sieht vor, dass ich grün gekennzeichnete Lebensmittel der Übersicht so viel essen kann, wie ich will. Gelbe in Maßen. Und auf rote muss ich ganz verzichten, wenn ich durchhalten will. (Was ich will!) Als ich in der gelben Rubrik jedoch sämtliche süßen Beeren fand, wurde mich bewusst, wie ernst das Thema ist. Als meine übrigen Lieblings-Obst-Sorten jedoch in der roten und nicht wie in meiner naiven Vorstellung angenommen in der grünen Kategorie zu finden war, wurde mir etwas mulmig.

Kaum Obst bis auf täglich grüne Äpfel und Bananen und einige Zitrusfrüchte. Keine Butter. Kein Käse. Keine Kartoffeln. Keine Säfte. Schluck. Was bleibt? Durchaus leckeres – aber bedingt durch den Verzicht auf einige in meinem Speiseplan essentiell verankerte Hauptzutaten.
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Einkaufslisten und Rezeptvorschläge

Damit man mit diesem „AHA-Moment“ nicht alleine dasteht, gibt es jede Menge Hilfestellungen, die ich auch dringend brauche um mich durch den zuckerfrei Dschungel zu navigieren. Angefangen von Rezeptideen für jeden Tag über Einkaufsratgeber bis hin zu kleinen Hilfevideos, die einen immer wiedermit dem Blick auf das eigentliche Ziel lenken: 22 Tage ohne dieses Suchtmittel zu schaffen.
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Zuckerentzug – was passiert meinem Körper?

Der Verzicht auf Zucker ist wirklich eine Art Entzug. Ich dachte ich ernähre mich gesund. Jetzt aber ist mir klar, wie viel Zucker ich allerdings unwissentlich immer schön mit zu mir genommen habe. Davon muss der Körper erst einmal runterkommen, was er mit Kopfschmerzen und bei mir einer deutlich verringerten Reizbarkeitsschwelle beantwortet…

Für mich ist es daher wichtig, den Körper in Schach zu halten und ihm sowohl einen Bewegungsausgleich als auch bewusste Entspannungsmomente zu gönnen. Wie das im Einzelnen bei mir aussieht und wie ich mich im Laufe der nächsten Woche mit der Challenger schlage, erfahrt ihr im nächsten Artikel.
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Kleine Randnotiz:

Für mich schwierig zu handhaben ist der enorm hohe Fleischanteil bei den empfohlenen Rezepten. Da ich bevorzugt vegetarisch esse und nicht zu Gunsten des Zuckerverzichts dem Fleisch den Rückweg auf meinen Teller ermöglichen möchte, muss ich bei den Gerichten häufig ein bisschen improvisieren, um auf meine Kosten zu kommen. Ich bin gespannt, ob ich es durchhalte und was mein Körper am Ende der 3 Wochen zuckerfrei dazu zu sagen hat. Nicht dass ich dann gänzlich weiter auf Lebensmittel mit Zuckergehalt verzichten möchte, aber definitiv auf Lebensmittel, denen bewusst nachträglich Zucker hinzugefügt wird, obwohl es eigentlich überhaupt nicht nötig ist.

>> Hier bekommt ihr noch mehr ausführliche Infos zu dem 22 Tage Zucker Detox Programm.

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Written by Adelina Horn

Verrückt nach Mädchenkram, Leipzig und dem World Wide Web. Was überzeugt, wird gebloggt. Mehr von mir auf oder meiner Website.