Girls, girls, girls – sagt bitte, dass ihr es auch SATT habt! So ein – uns alle betreffendes – Basic-Thema und doch rudern alle regelmäßig in die gleiche Sackgasse?
Für mich ist jetzt Schluss mit der Anti-Baby-Pille. Gründe dafür gibt es genug – aber vor allem: endlich eine ALTERNATIVE!
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Warum ich nach 14 Jahren Schluss mit der Pille mache

Eine lange Zeit habe ich ausnahmslos mit der Pille verhütet. Die Gedanken und Recherchen nach alternativen Präparaten waren immer da, konnten allerdings nie eine konkurrenzfähige Alternative mit ähnlicher Wirksamkeit für mich auf den Plan rufen. Warum sich das jetzt geändert hat, lest ihr hier.
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1. Volle Hormondröhnung zur Empfängnisverhütung

Tagtäglich griff ich in meinen Organismus ein. Mein weiblicher Zyklus ist längst nicht mehr der Natur überlassen. Stattdessen „optimiere“ ich ihn mir mit der Zugabe von Östrogenen und Gestagenen zurecht. Mal überlegen: wie oft hat es der Natur schon gut getan, wenn Menschlein sich eingemischt hat?
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2. Warum oral einnehmen, wenn ich genital verhüten will

Die Wechselwirkungen durch dir orale Einnahme haben mir schon manch einmal Bauchschmerzen bereitet – zum Glück aber noch nicht das „Genick“ gebrochen. Durch immer wiederkehrende – manchmal monatliche Blasenentzündungen, kam ich um Antibiotikaeinnahmen selten herum. Um den Empfängnisschutz dennoch zu gewährleisten, musste zusätzlich ein Kondom als Barriereverhütungsmittel zum Einsatz kommen. Die Hormone machten trotzdem keine Pause.
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3. Brechen, Durchfall und Tschüss Wirksamkeit

Wann ist die beste Tageszeit zur Pilleneinnahme? Abends zum Glas Wein? Morgens wenn Krankheitserscheinungen wie Erbrechen oder Durchfall sich am liebsten preisgeben? Oder als appetitlichen Snack zum Mittagessen – wo auch immer man auch gerade ist und garantiert nicht an das kleine Handgepäck gedacht hat?
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4. Vergessen? Tja, selbst Schuld!

Klar, dass man an Verhütung am ehesten dann denkt, wenn es drauf ankommt. Ein Kondom zu vergessen ist seltenblöd. Aber eine Pille – so bezugslos am Vormittag einzuwerfen – das ging zumindest mir gut und gern einmal durch die Lappen …
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5. Plan B: Lokal, dauerhaft und ohne Fremdkörper

Nach langem, langem Abwägen konnte ich meine Entscheidung fällen. An eine Temperaturmethode oder andere natürliche – den Zyklus im Auge behaltende Technik – traue ich mich noch nicht heran. Fremdkörper aus Kupfer sind für mich ein emotionales No Go. Um also den oben besagten Nachteilen der Pille zu entkommen, war meine Konsequenz der Griff zum Verhütungsring.

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Die Ablösung: ein monatlich einführbarer, lokal wirkender Verhütungsring

Anstatt 21 Mal im Zyklus an meine Verhütung zu denken, muss ich dies nun nur noch 1x. Den Ring kann ich mir selbst einsetzen und über die gesamten 21 Tage verweilen lassen. Ja, auch beim Sex! Er gibt dosiert kontinuierlich und peut a peut eine geringe Hormondosis direkt ins Wirkungsgebiet ab. Kein Hormon muss sich mehr den Weg über meinen Magen-Darm-Trakt bahnen. Ich darf krank werden und mich sogar von Alkohol übergeben ohne am nächsten Tag zu einem mörderischen Kater auch noch die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft im Nacken zu haben. 😀

vaginalring

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Verhütungssicherheit: mein A und O!

Ich brauch Sicherheit. In meiner aktuellen Lebenssituation kann und will ich mir einfach keine Schwangerschaft ausmalen. Ich liebe Kinder und alles zu seiner Zeit. Aber die ist definitiv nicht jetzt. Mit dem Verhütungsring greife ich nur noch so geringfügig wie möglich, aber gerade noch so viel wie nötig in meinen natürlichen Haushalt ein. Ich sympathisiere ungemein mit der lokalen Anwendung – die sonst auch für das Kondom oder ein Diaphragma sprechen würde. Beide setzen jedoch wiederum voraus – die entsprechenden Utensilien wenn es drauf ankommt, auch dabei zu haben. Von Anwendungsfehlern mal ganz abgesehen.

Wie sind eure Meinungen und Erfahrungen mit Verhütungsmethoden? Seid ihr noch straight auf die Anti-Baby-Pille fixiert oder klopft auch bei euch schon der sachte Wunsch nach Alternativen an?

Written by Adelina Horn
Verrückt nach Mädchenkram, Leipzig und dem World Wide Web. Was überzeugt, wird gebloggt. Mehr von mir auf oder meiner Website.