Der Geburtstagsversüßer

Es gibt ein paar Dinge, die vergisst man nie. Wie es bei Oma riecht. Wie es einst war, jeden Morgen aufs Neue viel zu früh geweckt zu werden. Und was das Besondere daran war, Geburtstag zu haben. Bei mir zu Hause hatten Rituale immer eine besondere Tradition. Das hat sein für und wieder. Denn heute als selbst Erwachsene hänge ich an diesen Traditionen wie eh und je. Und egal ob es mir gelingt oder nicht – ich will sie aufrecht erhalten, weiterleben lassen und an meine Kinder weitergeben.
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Das Back-Dilemma

So werde ich zunehmend jedoch mit Herausforderungen konfrontiert, die ich erst einmal meistern muss …. Denn eines der mir am wärmsten in Erinnerung gebliebenen Rituale meiner Mama, war ihr Besuch an meinem Bett an jedem meiner Geburtstagsmorgen mit einer selbstgebackenen Torte mit kleinen Kerzen darauf.

Der einzige Morgen im Jahr, an dem ich gern mit den Äuglein geblinzelt habe. Sie hatte dazu meist eine leise Musik angemacht und trat mit ruhigen Schritten an mein Bett – die Torte musste schließlich gerade stehen 🙂 Und schon ohne sie zu sehen, wusste ich immer instinktiv, dass sie die Torte dabei hatte und dass sie wieder noch ein klitzekleines bisschen schöner war, als im Jahr zuvor. (Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie sie es immer und immer wieder schaffte, sich selbst zu übertreffen?!) Aber vielleicht war das auch meine höchst subjektive – kindliche Wahrnehmung, die mir die jeweilige Torte, als die allerschönste im ganzen Lande erscheinen ließ.

Nun ist es jedoch so, dass ich kein besonders guter Kuchenbäcker bin. Ich bin zwar ein besonders guter Kuchenesser. Aber bei Torten hört es dann ganz auf. Ich bekomme vielleicht eine Creme geschlagen. Olé. Aber 3 Böden backen? Aufeinander stapeln und das ganze Kunstwerk dann noch ansehnlich verzieren? Hm hm hm. Leider ist das Torte backen eine der wenigen Angelegenheiten, bei denen ich meiner Mami nie zur Hand gehen konnte – ich durfte sie ja vorher nicht sehen. Und als einziges Kind im Bunde, konnte ich da auch für keine Geschwisterkinder mit Hand anlegen.
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Mein streng geheimer Plan B:

Ich habe in Leipzig schonmal einen Backkurs besucht, um mich in diesem kleinen Kunsthandwerk etwas geschickter werden zu lassen. Ich bin dem Ziel näher gekommen. Aber noch nicht da. Ich werde also noch viele Torten backen müssen, bevor ich Kinder bekomme, denen ich diese dann zeigen kann 😀 Und falls ich mein Ziel nicht erreiche, dann lautet Plan B  https://www.deinetorte.de/ Da krieg ich dann ganz zur Not auch falls spontan was schief geht noch eine her. Ansonsten hol ich mir dort solange meine Inspirationen. Schließlich ist nach oben bei mir noch mehr Luft, als mir lieb ist. 😀

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Written by Adelina Horn
Verrückt nach Mädchenkram, Leipzig und dem World Wide Web. Was überzeugt, wird gebloggt. Mehr von mir auf oder meiner Website.